http://de.wikipedia.org/wiki/Qualzucht

Mit Betroffenheit und aus eigener Erfahrung stimmt es mich immer wieder sehr traurig zu hören, dass es in dieser sozialisierten Welt noch immer Menschen gibt, welche aus niederen Interessen nicht in der Lage sind einen Hund als Lebewesen anzusehen. Es ist erschütternd immer wieder mit Geschichten über den Handel mit Hunden oder über Speisekarten, welche sich aus Hundefleisch ergeben zu lesen. Ich habe immer wieder Anrufe von Betroffenen Menschen, welche mir erzählen wie sehr sie enttäuscht sind, da sie  für Ihr Leben einen Hund erwerben wollten und dieser nimmer angekommen ist, schon krank erworben wurde usw.. Ob nun aus Spanien, Übersee , Tschechien  usw. kommend ,oder über dubiose Händler in Deutschland. Leider fallen immer wieder Menschen auf solche Leute rein und erhalten keinen Welpen, oder einen Welpen, welcher sein Leben lang erkrankt ist bzw. einen Welpen mit Verhaltensauffälligkeiten. Ich betone  in diesen Gesprächen, dass ein Welpe für ca . 200 € entweder nicht existent ist, oder gar völlig krank und aus einer Massenzucht stammt.  Es werden an solche Hundehändler im Voraus Gelder für Erkrankungen des Welpen, für Überführung usw. usw. bezahlt.

1.  Ein ordentlicher Züchter würde keinen Welpen im kranken Zustand verkaufen.

2. Ein ordentlicher Züchter braucht seine Zuchtstätte nicht zu verbergen.

3.  Ein ordentlicher Züchter wird ihnen bestimmte Fragen stellen um festzustellen, ob Sie in  der  Lage sind einen Hund zu halten.

4.  Ein ordentlicher Züchter gehört einem Verein mit Dachverband an.

5.  Ein ordentlicher Züchter ist immer erreichbar.

6.  Ein ordentlicher Züchter hat nicht nur eine Telefonnummer.

7. Ein ordentlicher Züchter lädt den Interessenten gern zu sich ein um ihm alles zu zeigen.

8. Ein ordentlicher Züchter kümmert sich um die Welpen bis zur Abgabe und ist danach immer noch als Ansprechpartner da.

usw. usw. usw. usw. usw.



Eine Geschichte aus dieser Welt

Die Geschichte von Paule

Ich bin Paul ein Kleiner, der einmal ganz groß werden möchte. Ich habe vier Pfoten und eine Schnüffelnase die so vieles kennen lernen will. Geboren wurde ich irgendwo. Genau kann ich leider nicht sagen wo das war. Ich weiß nur, dass es dunkel, feucht und bitter kalt war. Meinen Vater kenne ich leider nicht, da ich Ihn nie gesehen habe. Mama hat mir erzählt das er ein struppeliger und ungepflegter Kerl war und auch nur einmal kurz da war und sie nicht weiß wo er sein könnte. Mama geht es oft nicht sehr gut. Sie sieht mager aus und steht sehr wackelig auf den Beinen. Ich habe Mama gefragt warum das so ist und sie hat mir und meiner schwarz weißen Schwester Pauline gesagt, dass Sie halt nicht die Möglichkeit hatte zum Arzt im weißen Kittel zu gehen. Sie sagte auch, dass sie sich aber bemüht wie bei allen ihrer zu vielen Babys uns groß zu bekommen. Sie tut mir furchtbar leid und ich habe Angst sie zu verlieren. Warum kann ihr bloß keiner helfen und ihr eine helfende Spritze geben. Ein trockenes Plätzchen und etwas mehr Futter würden Ihr sicherlich helfen. Es ist schon merkwürdig, ab und zu kommt da auch noch ein Mensch mit einer tiefen und rauen Stimme und stellt eine Schüssel zu fressen hin. Leider vergisst er das Wasser nachzufüllen. Wir haben so einen großen Durst den wir gern löschen würden. Über unserem Fressen schwirren die Fliegen und noch so andere Krabbeltiere. Der Hunger in mir tut weh und ich träume von einem hellen Licht. Ich bin auch nicht gerade sehr kräftig aber doch habe ich etwas mehr auf den Rippen als mein Schwesterlein Pauline sagt Mama. Ab und zu bekomme ich mit, dass aus den anderen Boxen andere Hundebabys geholt werden. Diese gehen so erzählt man sich in eine Familie. Es soll schön sein in einer Familie. Da soll es warm und gemütlich sein und sogar Kinder geben die mit einem spielen. Es gibt auch große Menschen, die mein Fell streicheln würden. Ich weiß zwar nicht was das ist „ streicheln „.  Aber es muss irre schön sein, erzählt man sich im Buschfunk!  Ab und zu kann ich von weiten Kinderstimmen hören, die vor Freude lachen und sich freuen. Ich höre dann immer die Stimmen sagen „ Den Kleinen möchte ich bitte haben Papa und Mama .„. Warum sieht mich nur keiner in meiner dunklen Ecke. Ich möchte doch auch so gern eine Familie. Ich würde dann bestimmt auch viel kräftiger werden und nicht so dürftig aussehen. Die Tür geht auf und ich sehe einen Lichtstrahl aus dem ein Mensch auf uns zugeht. Er sagt: „ Na wieder einer nicht geschafft .„ und nimmt in diesem Moment meine Schwester von mir weg. Sie währt sich nicht, quiekt auch nicht und sieht irgendwie schlafend aus. Das verstehe ich zwar nicht, da sie doch den ganzen Vormittag schon geschlafen hat und mucksmäuschenstill in ihrer Ecke lag. Jetzt geht der Mensch wieder und nimmt mein Schwesterlein mit sich. Durch einen Spalt des Holzschuppens sehe ich, wie dieser Mann lieblos ein Bündel auf einen stinkenden Haufen wirft und weg geht. Es ist Nacht und Pauline ist noch immer nicht wieder da. Nun bin ich allein mit Mama und säugen kann ich auch nicht bei ihr, da ihr ganzer Bauch wund aussieht. Mama sagt es sei entzündet und tut ihr weh. Ich habe so einen Hunger und so einen großen Durst. Aber morgen ist auch noch ein Tag an dem in stiller Hoffnung ein Menschenherz vor mir stehen könnte und sagt: „ Den Kleinen will ich. „.

Die Sonne ist aufgegangen und wieder kommt dieser eine Mensch auf mich zu. Er greift mich und nimmt mich mit nach draußen. Ich sehe Licht, Bäume und so viele unbekannte Dinge. Er geht mit mir um die Ecke und von da an freue ich mich. Eine Menschenfamilie steht da und scheint auf mich zu warten. Ich zeige mich natürlich von der besten Seite und wedele mit meiner Rute wie verrückt hin und her. Einfach irre die warmen Hände auf meinem Körper zu spüren. Sogar ein unfassbares Leckerli habe ich bekommen. Ein Moment lang ist Stille und ich sehe wie der Vater die Mutter anschaut und beide daraufhin das nette Kind anschauen und sagen: „ Na den nehmen wir mit. Bei uns wird er es gut haben „.

Hallo, hallo bell bell bell ….. darf ich mich noch von meiner Mutter verabschieden und sie ein letztes Mal umarmen? Man hört mich nicht und meine Familie und ich gehen gemeinsam an diesem stinkenden Haufen vorbei zu einem Auto. Aus der Ferne kann ich ein kleines schwarz weißes Bündel sehen. Genau weiß ich aber nicht was es war. Ich fahre Auto und bin irgendwie unsicher und trotzdem stolz. Meine Menschenfamilie wird sich für mich nicht schämen müssen und ich werde mir denkbar die größte Mühe geben.

Es ist einfach bombastisch schön hier in meinem neuen Heim. Ich habe einen tollen und gemütlichen Schlafplatz. Auf meiner Speisekarte stehen die tollsten Dinge. Einfach nur irre das Gefühl. Nur mein Durchfall will nicht aufhören und das obwohl ich schon länger jetzt mit meiner Familie zusammen bin. Irgendwie habe ich Bauchweh und die werden von Tag zu Tag mehr. Ich schäme mich so , wenn ich es nicht bis draußen schaffe um mich zu entleeren. Jetzt kommt Herrchen und sagt zu mir, dass es wohl das Beste wäre zum Tierarzt zu gehen. Ich folge ihm und Frauchen ganz brav und bin schon mächtig gespannt wie ein Tierarzt so aussieht und was der wohl mit mir machen wird. Meine Mama kannte ja keinen Tierarzt. An sich ist der Doktor recht nett zu mir. Er horcht mich mit so einem komischen Ding ab und untersucht mein Käckerli. Alle freuen sich und reden ganz entspannt miteinander. Die andere Ärztin betritt den Raum und reicht meinem Doktor einen Befund. Es wird still im Raum und ich höre wie zu meinen Menschen gesagt wird: „ Es gibt keine Chance auf Heilung. Es wird nicht mehr lange dauern und schmerzvoll sein „ Wie was ist nicht lange und schmerzhaft!!!????”

Frauchen kommt zu mir und schmust mit mir. Sie hat Tränen in den Augen. Auch Herrchen kommt und streichelt mir über mein Fell. Hallo, hallo was ist denn los!? War ich etwa unartig oder habe ich etwas falsch gemacht???  Mein Doktor kommt mit einer kleinen Spritze und setzt diese fachmännisch an. Es wird so warm und ich sehe ein schimmerndes helles Licht. Ich fühle mich so schwer und kann meine kleine Schwester, meine Mama und noch so viele andere Hunde sehen. Ich bin müde und meine Atmung wird langsamer und langsamer.

Tschüß Familie ihr habt es gut gemeint! Ich werde euch nicht vergessen.      Euer Paule

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